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French Bulldog Magazins für Midland - England
Erst vor kurzem wurde eindrücklich davor gewarnt, zu viele Hunde aus anderen Ländern zu importieren. Selbt Europa bzw. die EU, wo man eigentlich denken sollte, dass man Hunde bedenkenlos kaufen könnte, bietet viele Risiken. Viele - wie ich - haben in letzter Zeit Welpen von französischen Züchtern importiert und wurden entäuscht. Inzwischen habe ich mit vielen seriösen Bullyfreunden in Frankreich gesprochen und ich musste zu meinem grossen Entsetzen feststellen, dass die Welpenschwemme dort geradezu beängstigend ist. Hier ein Bericht... Ende der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Französische Bulldogge in Frankreich durch den 2. Weltkrieg fast nicht mehr vorhanden
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Es gab nur noch eine Hand voll Züchter und so gut wie keine Nachfrage nach Welpen. Einige Züchter importierten "frisches Blut" um die am Boden liegende Zucht wieder auf die Beine zu stellen. Einige der Hunde kamen aus GB (Earlstedads, Bomlitz, Quatt), einige aus der Schweiz (du Poutzon, von Erckenbuhl). Fawn colour war zu dieser Zeit noch nicht erlaubt. Durch den Import kamen dann ab und zu auch Fawn Welpen zur Welt, was für die Züchter eine Katastrophe bedeutete, denn für diese Welpen gab es keine Zuchtpapiere. Aus Scham vor dieser "Schande" wurden die Fawn Welpen dann entweder eingeschläfert oder für wenig Geld verkauft, ohne dass man diese "Missgeburten" meldete.1980 wurden in Frankreich nur 164 Welpen geboren und registriert, wer einen wollte, musste sich quasi in eine Warteliste einschreiben.1990 gab es 67 registrierte Züchter, es wurden 437 Welpen geboren.
1995 waren es bereits 119 Züchter und man registrierte 606 neugeborene Welpen.2000 waren es dann bereits 229 Züchter und 1600 Welpen.2002 dann waren es 318 Züchter und 2440 Welpen - was einen Anstieg innerhalb von 2 Jahren um 52,5% bedeutet!Inzwischen ist die Rasse auf der Beliebtheitsskala auf Platz 13 und die angebotene Welpenzahl explodiert geradezu. Unglücklicher Weise kann man sich über diese Entwicklung absolut nicht freuen. Schuld an der grossen Popularität ist unter anderem die Präsenz der kleinen Knautschnasen in Werbespots, TV-Sendungen und allen anderen Medien - und mit der Nachfrage stiegen die Preise und das Angebot - aber die Zuchtqualität bleibt mehr und mehr auf der Strecke. Viele "Puppy Mills" (ein treffender Ausdruck für Welpenmassenzucht) haben den Trend erkannt, züchten die kleinen Kerle auf Teufel komm raus und machen damit enormen Profit. Für diese Art von Profitzüchtern zählt nur das Geld - nicht die Gesundheit der Tiere.
Sie kaufen sich Hündinnen zum möglichst niedrigsten Preis, ohne auf Gesundheit und Qualität zu schauen, und holen aus jeder Hündin das Maximum an Würfen heraus - völlig egal, wie es dabei um die Gesundheit der Hündin oder der Welpen steht und wenn diese Hündinnen nicht mehr in der Lage sind zu werfen, werden diese zu einem Schleuderpreis verrammscht oder einfach getötet - denn oft haben diese Hündinnen niemals Kontakt zu Menschen oder zu anderen Hunden - ausser zu ihren Welpen - gehabt, sind kein bisschen sozialisiert und haben niemals Liebe und Zuneigung erfahren.
Diese Profitzüchter wollen nur eines: In kurzer Zeit so viel Geld wie möglich mit ihren "Welpenwurfmaschinen" verdienen - so lange diese Rasse eben in Mode ist...Andere haben vielleicht eine Hündin, einfach so als Gesellschafts- und Familienhund, und plötzlich wollen sie am Hipe der trendigen Hündchen teilhaben - und ohne dass sie auch nur ansatzweise eine Ahnung vom Umgang mit einer gedeckten Hündin, geschweigedenn von der Aufzucht der Welpen haben oder einen dafür passenden Platz, lassen sie ihre Hündin decken.
Es ist ja auch verlockend, mal eben schnell 4 Welpen zu verkaufen, pro Stück 1.200,- EUR zu verdienen und davon allenfalls das Impfen und erste Entwurmen zu bezahlen...Viele Hundehändler importieren darüber hinaus aus den osteuropäischen Ländern - oft ohne die Tiere vorher gesehen zu haben - nur eben mit der Aufschrift "French Bulldog" auf den übervollen Käfigen, in denen sie zum Kauf für Grossabnehmer angeboten werden...Bis 1995 gab es nur wenige Bullys ohne Stammbaum. Heute kaufen die Leute Welpen bei Hundehändlern ohne zu kontrollieren, woher die Hunde eigentlich stammen. Und diese Hündchen, meistens von mickriger Statur und mit wenig von dem, was eine gesunde Französische Bulldogge ausmacht, werden dann ohne Papiere oder mit Phantasiepapieren für 600 bis 900 Euro verkauft! Meistens haben die "Grossabnehmer" sie für 60 bis 70 Euro pro Stück in Osteuropa gekauft
...Inzwischen hat sich nicht nur die Qualität der angebotenen Welpen radikal verändert - auch die Besitzer sind ganz anders als noch vor 25 Jahren. Damals waren es wirklich nur Liebhaber, die so einen Hund wollten und auch bekamen - viele Züchter gaben ihre Welpen nur ab, wenn der neue Besitzer mindestens einen langjährigen Bullybesitzer nennen konnte, der für ihn bürgte - oder aber ein Bully war einfach Familientradition, den hatte schon die Grossmutter und die Eltern und so waren neue Bullykäufer oft genug bestens vertraut mit der Rasse. Heute ist so ein Bully oft nur ein Modegag, ein Statussymbol, ein Wegwerfartikel, dessen manche Leute schnell überdrüssig werden. Die Leute (in Frankreich) wollen heute einen Hund "wie Raymond" (siehe auch "Raymond-Effekt" in der Enzyklopadie) und meinen damit den aus dem französischen TV bekannten Hund - der Charakter, die Bedürfnisse und das Wesen der Rasse interessiert die Käufer dabei sehr selten. Früher undenkbar - aber heute sieht man in Frankreich immer öfter ausgesetzte, verlassene Frenchies.
Schlechte Lebensbedingungen - entweder zuerst beim Züchter oder bei ihren neuen Besitzern, die eben keine Ahnung von der Rasse haben, machen diese liebenswerten Hunde zu agressiven, oft unsauberen und alles zerstörenden Hausgenossen - eben genau zum Gegenteil von dem, was einen Bully ausmacht.
Und so landen immer mehr dieser armen Geschöpfe auf der Strasse oder in Tierasylen. Die Situation in Frankreich ist mehr als nur bedenklich - speziell, weil der offizielle Rasseclub sich nicht besonders weiterentwickelt hat und den das Schicksal dieser "stammbaumlosen" Hunde auch wenig interessiert. Der Club arbeiter und züchtet noch wie vor 10 Jahren und ist nicht bereit, neue, verantwortliche Züchter zu unterstützen oder aufzunehmen und der offizielle französische Hundezüchterverband (SCC) nimmt nur einen Verein pro Rasse auf...so gibt es keine Dynamik, keine Konkurrenz...Zum Glück wird es immer wieder neue sehr gute und sehr seriöse Züchter geben, aber es wird sehr viel Zeit vergehen, bis die Schäden der letzten Jahre repariert sind und bis die Elendszucht und die Qual vieler verlassener Tiere ein Ende hat.Dieser Artikel wurde einem englischen Bullymagazin entnommen und ins Deutsche übersetzt.
Bullywelpen werden heutzutage in Hülle und Fülle angeboten - das macht mich sehr traurig. Es ist zwar rein technisch kein Problem eine hochläufige Hündin zu einem Rüden zu bringen, und irgendwie werden dann auch Welpen entstehen, dieses hat jedoch nichts mit der HundeZUCHT zu tun.
Das ist reine Vermehrung. Ich fürchte, dass unsere Bullys zu einer Moderasse verkommen: Die Qualität bleibt dann unweigerlich auf der Strecke.
Woran erkenne ich einen unseriösen Züchter? Werden viele Rassen und gleichzeitig vor allem sogenannte Modehundrassen angeboten, sollten Sie mißtrauisch werden. Hier handelt es sich meist um Hundehändler, die nur kommerzielle Interessen verfolgen. Sie sollten keine Welpen von Wochenmärkten, aus Massenzuchten und über den Internetversandhandel kaufen. Diese Zuchten unterliegen nur selten Kontrollen und sind nicht tierschutzgerecht. Oftmals müssen die Welpen zudem Transporte unter katastrophalen Bedingungen durch ganz Europa ertragen. Dies geht auf Kosten der Jungtiere. Hunde sind hochsoziale und sensible Tiere, die insbesondere als Welpen ganz besonders intensive Betreuung durch den Menschen und den Kontakt zu Artgenossen benötigen. Fehler und Mängel in der Sozialisierungs- und Prägephase der Hunde sind später kaum noch zu korrigieren.